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Rasse: Asnal Andaluza
Zuchtorganisiation/Quelle: UGRA - Unión de Ganaderos y Arrieros de la Gran Raza Asnal Andaluza
und ASNOPRA - ASNO de Pura Raza Andaluza

Herkunftsland: Spanien
Region: Andalusien
Farbe: silber grau, mit und ohne Schulterkreuz
Größe Hengste: mind. 1,45m
Größe Stuten: mind. 1,35m
Standard:
Historie: Offiziel anerkannt seit 2001.
Besonderheiten:
Von den grossen Eseln Spaniens ist der Andalusische Esel der wohl am meisten gefährdete.
2008: Der Bestand reiner Andalusier liegt weit unter 200 Tieren.
2023: Der Bestand reiner Andalusier liegt bei etwa 450 Tieren.


UGRA - Unión de Ganaderos y Arrieros de la Gran Raza Asnal Andaluza (offiziell)

www.asnoandaluzpuraraza.com
 
Seit 2021 gibt es eine weitere Organisation, die sich um der Erhalt dieser stark gefährdeten Rasse bemühen will:

ASNOPRA - ASNO de Pura Raza Andaluza

www.asnopurarazaandaluza.com/
 

echte Andalusier in Deutschland:

Tuareg YM - Andalusische Eselzucht Freymann


Zuchtstuten im Militärgestüt in Écija 2008

Weitere Bilder von unserem Besuch bei den grossen weissen Eseln Andalusiens:

Andalusien 2008
und
Andalusien 2022

weiter Links zu Menschen / Organisationen, die sich um den Erhalt der Andalusier bemühen:

APRAA - reservaburroandaluz


Der Andalusische Riesenesel
Der Ausverkauf einer Rasse?

 
  Der Andalusische Riesenesel ist eine Rasse, die akut vom Aussterben bedroht ist. Es gibt nicht einmal 400 Exemplare dieser wunderschönen, stolzen Esel. Alle guten, zuchtfähigen Esel – ganz besonders Stuten - die aus dem Zuchtgebiet verbracht werden sind für die Zucht und deren Erhalt für immer verloren.

Leider finden sich in den letzten Jahren vermehrt gekörte Zuchtstuten in den deutschen Verkaufsanzeigen. Sie werden importiert und anschließend direkt weiterverkauft. Sogar Stutfohlen werden zum Kauf angeboten. Das ist ein dramatischer Verlauf. Jeder Züchter, der um den Erhalt einer Rasse ernsthaft bemüht ist, sucht intensiv und sorgfältig nach seinen zukünftigen Zuchtstuten und wählt sie mit Bedacht aus. Ein Züchter feiert die Geburt eines Stutfohlens, welche gerade bei den gefährdeten Rassen etwas besonders wertvolles sind und somit unverkäuflich. Diese Genetik muss man hüten wie einen Schatz, erhalten und fördern, aber niemals verkaufen!

Eine gute Zuchtstute zu finden ist schon schwierig. Eine gute Zuchtstute einer seltenen Rasse zu finden kann Jahre dauern. Eine bessere daraus zu züchten ist eine Lebensaufgabe und nicht mit Geld zu bezahlen. Man pflegt Kontakte ins Zuchtgebiet und steht in Verbindung mit den dortigen Züchtern, besucht Zuchtschauen und ist mit dem Zuchtprogramm vertraut. Denn gute Zuchtstuten kommen nur äußerst selten in den offiziellen Verkauf und schon gar nicht in irgendwelche Kleinanzeigen. Daher ist der zahlenmäßig hohe Export von anscheinend gekörten, wertvollen, sogar tragenden Zuchtstuten ins weitentfernte Ausland mit Sorge zu betrachten.

Es ist mir aus züchterische Sicht und vor allem als Freund und Unterstützer von vom Aussterben bedrohter Rassen völlig unverständlich gekörte, zuchtaktive Stuten aus dem Zuchtgebiet herauszukaufen, sie über 2500km zu transportieren, um sie dann in Kleinanzeigen zu horrenden Preisen weiterzuverkaufen. Es kann sich dabei nur um ein Geschäft handeln, nicht um den Erhalt einer Rasse, geschweige denn echte Tierliebe.

Um seltene Rassen zu unterstützen kann man zum Beispiel überzählige Hengste aus dem Zuchtgebiet kaufen oder Stuten, die aus der Zucht genommen wurden oder dem Zuchtziel nicht entsprechen. Diesen Eseln ein weiteres Leben in schöner Haltung zu ermöglichen und sie als Begleiter bei vielfältigen eselgerechten Aktivitäten einzusetzen ist nachhaltige Unterstützung und gute Werbung. Die Esel werden so zu wichtigen Repräsentanten einer Rasse, was auch den Erhalt positiv fördert.

Ebenfalls gilt es zum Wohl des Esels zu beachten, dass der Andalusische Esel aus einem ganz anderen Klima kommt, als es in Deutschland herrscht. Das bedeutet für die Esel also nicht nur einen extrem langen Transport sondern auch eine enorme Umstellung an Futter, Haltung und Klima.

Die Aufzucht der Fohlen ist auch nochmal deutlich aufwändiger und muss ebenfalls mit dem nötigen Wissen erfolgen, damit sich diese Eselkinder gesund entwickeln können.

Die Anschaffung solcher Tiere sollte also im Sinne der Tiere gut überlegt sein und man sollte über entsprechende Haltungsbedingungen verfügen.

Die Unterstützung und Förderung der Zucht von bedrohten Rassen kann auch in Deutschland funktionieren. Als Beispiel seien hier die Poitou-Esel genannt. Mit entsprechender Population, Zuchtprogramm, Genehmigungen und viel Engagement kann es gelingen. Nicht aber mit dem Ausverkauf wertvoller, unwiederbringlicher Genetik.

im Januar 2025